Gesundheit

Vorsorge

hier möchte ich auf die Themen: Vorsorge, Impfen und Infektionskrankheiten näher eingehen
prinzipiell ist es mir sehr wichtig, das ein Katzenhalter begreift, das eine Katze kein keimfreies Wesen ist. Man kann nicht gegen alle Viren, Parasiten und Keime, die eine Katze hat, mit der chemischen Keule/Medizin vorgehen. Es ist viel wichtiger, das ein Züchter gesunde, robuste Katzenkinder großzieht, die mit den Belastungen durch Viren und Bakterien selbst fertig werden

Wie bleiben unsere Birmchen gesund
es ist an uns Züchtern gesunde und robuste Birmchen großzuziehen
wie mache ich dafür
- gute ausgewogene Ernährung
- die Hilfe und Zusammenarbeit mit einem wirklich guten Tierarzt
- wenn es geht Frischluft, gesicherten Freigang im Garten
- so viel wie nötig impfen, so wenig wie möglich impfen, siehe auf meine Seite Impfempfehlung
- Vorsorgeuntersuchungen zur gegebener Zeit: HCM- Schall ab 1,5 Jahren und älter
- Gentests für PKD, Gentest FIP-Resitenz,
- allgemeine Gentests
- so wenig Medikamenteneinsatz wie irgend möglich: wenn unsere Katzen etwas haben, dann werden sie zuerst mal homöopathisch behandelt.
Wir stärken die Abwehr unserer Kitten von Anfang an, d.h. die Kleinen bekommen ab der 3. Lebenswoche jeden Tag, Symbiopet ins Mäulchen, damit sich eine gesunde Darmflora entwickeln kann.
Wurmkuren machen wir nur bei Abgabe einer Katze in einen neues Heim, ansonsten kann man Sammelkot auf Wurmeier beim TA untersuchen lassen und dann entwurmen.
Was mache ich nicht
ich bekomme des öfteren mit, das bei Erkrankungen der Katzen mit Kanonen (Medikamenten) auf Spatzen geschossen wird.
Uns Katzenbesitzern muß klar sein, das Katzen keine keimfreien Wesen sind
Uns Katzenbesitzern muß klar sein, das Viren bei unseren Katzen allgegenwärtig sind: wie der Coronavirus, Herpesvirus, Calicivirus usw. wir können mit keinem Medikament die Katzen davon befreien.
Uns Katzenbesitzern muß klar sein, das Katzen mit gesichertem Freigang, auch Endo und Ektoparasiten bekommen, wie Würmer oder Giardien, meiner Ansicht nach müssen wir unsere Lieblinge dahingehend unterstützen, das sie damit umgehen können und nur : Ständiges Entwurmen und wochenlange Medikamententherapie bei Giardien schwächt die Katze mehr, als das es ihr hilft!
was ich nicht mache: bei Zahnfleischentzündung
meiner Ansicht und Erfahrung nach haben etwa 2/3 aller Katzen eine roten Zahnfleischrand. Ich habe im Herbst/Winter 2013/2014 des öfteren gehört, das Tierärzte eine Antibiotikatherapie oder gar eine totale Zahnentfernung empfehlen.
Leute denkt doch mal nach, würde man das beim Menschen auch machen??? Da käme niemand auf so eine Idee.

Grosses Katzenprofil
EDIT 1/2018 Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, das Katzen mit einem unauffälligen Blutbild verstorben sind und Katzen mit einen schlechten Blutbild von alleine wieder gesund wurden und immer noch leben.
Dadurch hat sich mein Einschätzung geändert: Ich sehe das Ganze jetzt differenzierter

Ein großes Katzenprofil kostet etwa € 80, dazu kommen nur noch die Kosten für die Blutabnahme und Untersuchung beim Tierarzt.
Im großen Katzenprofil sind enthalten: Harnstoff, Kreatinin, Gesamteiweiß, Natrium, Chlorid, Kalium, Phosphat, Billirubin, ALT(GPT), AP, AST(GOT), GLDH Glucose, A-Amylase, Lipase, Fructosamin, Cholesterin, CK, LDH, Kalzium, Magnesium, Triglyceride Katzenvirosen (FeLV, FIV, FIP Coronavirustiter) Serum-Eiweißeletkrophorese (FIP-Diagnostik) Großes Blutbild (kleines Blutbild plus Differntialblutbild).

Impfempfehlung

Impfempfehlung für Freigänger, Zucht und Ausstellungstiere und Katzen die mit Freigängern oder Hunden Kontakt haben
Katzenseuche: 8 Wochen (bedingt), 11-12 Wochen, 15-16 Wochen, 16 Monate, alle 3 Jahre
Katzenschnupfen: 8 Wochen (bedingt), 11-12 Wochen, 15-16 Wochen, 16 Monate, jährlich
Leukose: 12 Monate, 13 Monate, jährlich
Tollwut: 11-12 Wochen (bedingt), 15-16 Wochen, alle 3 Jahre
*Wenn es möglich ist, die Jungtiere so spät wie möglich impfen z.B. 1. Schnupfen/Seucheimpfung mit 11- 12 Wochen, 2. Schnupfenseucheimpfung mit 15-16 Wochen, die Wirkung der Impfung der Kitten mit 8 Wochen ist nicht sehr wirkungsvoll, da die Kleinen noch bei der Mutter trinken.
Impfempfehlung für Katzen ohne Freigang
Katzenseuche: 8 Wochen (bedingt), 11-12 Wochen, 15-16 Wochen, 16 Monate, alle 3 Jahre
Katzenschnupfen: 8 Wochen (bedingt), 11-12 Wochen, 15-16 Wochen, 16 Monate, jährlich
Grundsätzliches zu den Impfungen:
so wenig wie möglich impfen, soviel wie nötig.
Jungtiere so spät wie möglich impfen z.B. 1. Schnupfen/Seucheimpfung mit 11- 12 Wochen, 2. Schnupfenseucheimpfung mit 15-16 Wochen, die Wirkung der Impfung der Kitten mit 8 Wochen ist nicht sehr wirkungsvoll, da die Kleinen noch bei der Mutter trinken
Vor dem Impfen immer eine Wurmkur machen!
Nur impfen, wenn die Katze absolut gesund ist, nicht tragend ist!
Nicht alle Impfungen auf einmal geben lassen!
Es gibt auch ein sehr gutes Buch zu diesem Thema: Katzen impfen mit Verstand von Monika Peichl
http://www.katzenimpfenmitverstand.de/index.shtml

Infektionskrankheiten

Ich möchte hier näher auf die wichtigsten Infektionserkrankungen eingehen:
FIP Feline infektiöse Peritonitis: in meinen Augen die schlimmste Geisel der Katzen
entsteht aus der Mutation des zunächst harmlosen FCoV Coronarvirus; schätzungsweise sind viele freilaufende Katzen sowie bis zu 95 % der Tiere in Katzenzuchten und Tierheimen von diesem harmlosen Virus befallen, bei 2 - 10% der Katzen mutiert der harmlose FCoV in der Katze und führt zur tödlich verlaufenden FIP-Erkrankung
eine Therapie ist nicht möglich
eine Behandlung mit Infusionen, Interferon oder Ähnlichem nützt nur dem Geldbeutel des Tierarztes und verlängert das Leiden unserer Lieblinge
mögliche Gründe für eine Mutation
eine genetische Disposition wird in den meisten Erfahrungsberichten als wahrscheinlich erachtet, meiner Ansicht nach, funktioniert das, laienhaft ausgedrückt so ähnlich wie der autosomale rezessive Erbgang! Ebenfalls laienhaft ausgedrückt würde ich sagen, FIP ist ähnlich wie Krebs, es hat viele verschiede Gesichter und auch bei Menschen wird die Anlage, bestimmte Krebsarten zu entwickeln, vererbt und auch beim Krebs beim Menschen kommen noch andere Faktoren hinzu, die letztendlich eine Erkrankung auslösen.
Eine Imbalance des Immunsystems
Die Theorie mit dem Stress ist meiner Ansicht nach nur bedingt haltbar, oder wieso machen Ausstellungen, Rolligkeit, Geburt und veränderte Lebensbedingungen den Katzen nichts aus, während die Wurfgeschwister dieser Katzen in einem Liebhaberhaushalt zu zweit auf dem Sofa sitzen und an FIP erkranken und sterben.
Ein hoher Virusload, das heißt viele Katzen in einer Gruppe und ständige Virusausscheider kann zu mehr FIP-Erkankungen führen, leider ist es so gut wie nicht möglich eine Zucht Coronaviren frei zu bekommen und Coronavirenfrei zu halten!!
Jungtiere im Alter von bis zu 2 Jahren und sehr alte Katzen sind besonders gefährdet, da zu diesem Zeitpunkt das Immunsystem noch nicht oder nicht mehr voll ausgebildet ist.
Anzeichen der Krankheit
Neuerdings wird nicht mehr zwischen der trockenen und der feuchten Form unterschieden!
Häufige Symptome sind:
- Freßunlust, Apathie und Abmagerung
- Antibiotikaresistendes Fieber mit Bauchweh
- Augenveränderungen, Blutarmut, Gelbsucht und neurologische Symptome (Verhaltensveränderungen).
- Es kommt zu knötchenartigen Veränderungen in den inneren Organen.
- Später kommt dann der Peritonalerguß-oder Pleuralerguß dazu; d.h. es sammelt sich Flüssigkeit im Bauchraum oder Lunge/Herz an.
FIP hat sehr viele Gesichter und ist nur am toten Tier eindeutig festzustellen
Diagnose
Der Coronavirustiter sagt zunächst nur: das die Katze mit dem harmlosen Felinen Coronavirus Kontakt hatte, er ist ohne klinische Symptome und verdächtige Laborwerte nicht aussagekräftig!!!
Treten Krankheitssymtome auf, sollte man auf jeden Fall ein grosses Blutbild mit Eiweißelektrophorese machen lassen.
Laut Proffessor Dr. Hartmann ist das Punktieren der freien Flüssigkeit im Bauchraum das erste Mittel des Tierarztes, die gewonne Flüssigkeit wird Mittels der Rivaltaprobe untersucht, dadurch kann eine FIP-Erkrankung ziemlich sicher diagnostiziert werden.
Neues zum Thema FIP
In den letzten Jahren gab es in durchgeimpften Zuchten immer wieder tödliche Fälle von Katzenseuche, das Paul-Ehrlich-Institut wurde eingeschaltet:
es ist wohl so, das das herkömmliche Impfschema mit der Erstimpfung mit 8 Wochen und der Zweitimpfung mit 12 Wochen KEINEN ausreichenden Impfschutz darstellt
der Grund hierfür sind die maternallen Antikörper, die die Kitten mit der Muttermilch aufnehmen und die Impfung mit 8 Wochen wirkungslos verpuffen lassen. Deshalb empfehle ich die Impfung mit 11 und 15 Wochen oder Mit 8./12./16. Wochen
Leukose ist eine Viruserkrankung die zu leukämieähnlichen Symptomen führt auch zu Tumoren und allgemeiner Immunschwäche, d.h. die Katzen können als Folge alle möglichen Krankheiten bekommen . Die Erkrankung endet zu ca. einem drittel tödlich, ein drittel heilt aus und ein weiteres drittel wird gesund, bleibt aber Virenausscheider, die sehr gefährlich für gesunde Tiere sind. Gegen Leukose gibt es eine wirksame Impfung, die man erstmals mit 10 Wochen geben kann. Die Auffrischung erfolgt mit 14 Wochen und dann jährlich.
Ich empfehle die Leukoseerstimpfung nach dem Zahnwechsel, also etwa ab dem 7. Lebensmonat.
Es gibt Berichte die die Leukoseimpfung in Zusammenhang mit Tumoren an der Impfstelle bringen, das Auftreten soll bei 1:3000 bis 1:10000 Impfungen liegen laut Auskunft der tiermedizinischen Hochschule München, man sollte die Impfstelle also beobachten, dann ist die Tumorform heilbar.
Die Tollwut ist sicherlich jedem ein Begriff. Tollwut ist immer tödlich, außerdem darf man wegen der Gefährlichkeit für den Menschen Tollwut bei einem Tier nicht behandeln. Tollwut ist meldepflichtig. Die erste Tollwutimpfung erfolgt mit 12 Wochen, dann ist eine Auffrischung mit 16 Wochen notwendig um einen vollständigen Impfschutz zu erhalten, diese muß dann erst nach 3 Jahren aufgefrischt werden!
Wenn die Katzen immer im Haus bleiben, muss man nicht gegen Tollwut impfen, allerdings bei Freigängern oder Katzen mit Freigehege ist die Impfung Pflicht. Außerdem ist die Tollwutimpfung für den Besuch von Katzenausstellungen vorgeschrieben. Ohne gültigen Impfschutz wird man am Eingang abgewiesen. Das gilt auch für Katzenseuche- und Schnupfenimpfungen

Fritzi the cosy One

1 Ergebnis · zuletzt FIP-Resistenz (FIP-R) 03/2025

FIP-Resistenz (FIP-R)
FIPR/FIPR (reinerbig) (25.03.2025)
Genimal (Frankreich), Gen fIFNG, Analyse 438186
Erbanlage, kein Test auf FIP

Noch Fragen?

Kontakt aufnehmen